Zum Einstieg ins Thema

Gemäss Fleisch und Mattern (2005) gibt es eine Vielzahl von Begriffen für die Vision einer Welt, in der die Computer entmaterialisiert und völlig in jeglicher Art von Alltagsgegenständen aufgegangen sind. Von Internet der Dinge über Ubiquitous Computing, Pervasive Computing bis hin zu Ambient Intelligence und Silent Commerce. Die mit Sensoren versehenen, vernetzten, sogenannt “smarten” Objekte bilden die Knoten des Internet der Dinge.

Voraussetzung dieser Vision sind Breitbandinternet und Miniaturisierung, welche in den letzten Jahren zu ihrem Durchbruch kamen und in naher Zukunft den Siegeszug vermutlich fortsetzen werden. Durch die Penetration der Märkte und den harten Konkurrenzkampf in der IT-Branche dürften auch die Preise weiter fallen. So wird der Massenmarkt weiter expandieren können.

Einen weiteren gewichtigen Punkt stellt die Etablierung der Basistechnologie Radio Frequency Identification dar. Dank RFID werden normale physische Güter zu smarten Objekten. Im Gegensatz zur Vorgängertechnologie des Barcodes verfügt RFID über einige Vorteile, wie beispielsweise die sichtkontaktlose Kommunikation. Auf Vor- und Nachteile von RFID wird im Rahmen dieses Blogs jedoch zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen.

Aufgrund dieser Entwicklungen hat sich die Utopie der “Rechnerallgegenwart” (Wikipedia, 2008) zur realisierbaren Vision, ja sogar zur bereits realisierten Mission gewandelt.

Bei allen ökonomischen Vorteilen von Ubiquitous Computing im Allgemeinen und RFID im Speziellen darf jedoch der Aspekt des Datenschutzes nicht vergessen werden. Die Privatsphäre der Konsumenten muss gesichert sein; es darf nicht zu einer Gesellschaft der “Gläsernen Kunden” kommen.

Diese und wahrscheinlich viele weitere Themen werden in diesem Blog eingeführt, analysiert und nicht zuletzt durch Sie als Prosumer hoffentlich auch kommentiert, kritisiert und ergänzt.

~ von Sebastian am Mittwoch, 27. Februar 2008.

3 Antworten to “Zum Einstieg ins Thema”

  1. Bei diesem Thema drängen sich mir unweigerlich intelligente Häuser und Kühlschränke ins Bewusstsein, welche selbständig den Bestand kontrollieren und bei fehlendem Inhalt umgehend den Bestellservice aktivieren. Pech nur, wenn man gerade auf Diät ist und der Kühlschrank trotzdem alle Leckereien ordert :-).
    Als Einstieg empfand ich es sehr informativ und bietet einen guten ersten Einblick in dieses sehr breite und umfangreiche Thema. Auch die erwähnte Rechnerallgegenwart ist im heutigen Leben schon beinahe zur Gewohnheit verkommen und verdeutlicht uns immer wieder unsere Abhängigkeit von den Computern, wenn diese mal nicht so funktioneren wie sie sollten.
    Nur der Punkt mit der uneingeschränkten interkommunikation der Dinge ist bis dato leider noch nicht erfüllbar. Oder doch eher zum Glück?
    Was mich besonders interessiert, sind die aktuellen Entwicklungen oder Fortschritte in diesem Bereich und was bereits jetzt schon umgesetzt werden konnte. Aber ich bin sicher, dass meine Neugierde bis zum Ende dieses Blogs ausreichend gestillt werden kann und bin schon gespannt auf den nächsten Eintrag.

  2. Ein wirklich intelligentes System bemerkt, dass man eine Diät einhalten will und passt das Inventar dementsprechend an ;-) Inwieweit eine derartig proaktive Software bereits programmiert und implementiert worden ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht beurteilen.

  3. omg.. good work, man

Eine Antwort hinterlassen